Blickpunkt Häfliger

Beni und ich - oder die Sicht vom Rande des Spielfeldes

Beni und ich - oder die Sicht vom Rande des Spielfeldes

Artikel erschienen in Swiss IT Reseller 2018/01 – Seite 1
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5. Februar 2018 - Von Markus Häfliger

Beni und ich - oder die Sicht vom Rande des Spielfeldes
Markus Häfliger, Gründer und Inhaber von Häfliger Media Consulting (Quelle: Häfliger Media Consulting)
Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich, im zwanzigsten Jahr nach der Gründung von "Swiss IT Reseller", Sie an dieser Stelle zur ersten Ausgabe meiner neuen Kolumne begrüssen zu dürfen. Als Thema hatte ich mir eigentlich vorgenommen, die IT-Trends des angelaufenen Jahres auf ihre Bedeutung für den Channel hin unter die Lupe zu nehmen. Gleichzeitig war ich mir sicher, hier keine Kolumne zum Thema PR starten zu wollen.

Voraussagen vs. Realität

Je mehr ich darüber nachdachte, wie ich die Vorhersagen der Marktforscher, Umfrageergebnisse und die Bekundungen der Hersteller einschätzen soll, desto mehr wurde mir bewusst, wie schwer dies sein würde. Stattdessen erinnerte ich mich an meine Zeit als Journalist und daran, wie skeptisch man solchen Voraussagen gegenüber sein darf. Und dies aus mehreren Gründen: Die Vorhersagen beziehen sich auf das Geschäft der Herausgeber oder deren Kunden und widerspiegeln deshalb deren Sicht auf die Dinge oder vielleicht sogar deren Verkaufsziele. Das wissen viele unter Ihnen bestimmt aus ihrem beruflichen Alltag und Gesprächen mit ­Kunden.
Für die Jüngeren unter Ihnen erlaube ich mir das Beispiel zu erwähnen, wie Hersteller schon Anfang des neuen Jahrtausends uns Journalisten Software aus der Steckdose zu verkaufen suchten. Diejenigen, die schon etwas länger im Geschäft sind, wissen auch, dass man damals zu Clound Computing noch ASP (Application Service Providing) sagte. 2005 titelte "Swiss IT Reseller" aufgrund einer Umfrage bei immerhin 42 Resellern noch "Optimismus in Sachen ASP". Tatsächlich hat sich damals die Branche nach den Investitionsstaus der Kunden aufgrund des "Digital Winter" und dem Platzen der Dotcom-­Blase wohl selbst Mut gemacht oder die Lobpreisungen der Anbieter mantramässig heruntergebetet. Bekanntlich hat es allen Beteuerungen von Einflüsterern und Internetpionieren zum Trotz noch gut zehn Jahre länger gedauert, bis die Consumerisierung des Mobile Computing mit Smartphones und Apps, der wachsende Kostendruck und bessere technologische Voraussetzungen auch im Geschäftsumfeld den Webdiensten zum Durchbruch verholfen haben. Ganz abgesehen davon, dass auch heute noch nicht überall, wo Cloud Computing drin steht, auch Cloud Computing drin ist.
 
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